Prüfung nach australischer Art.

16 Nov

Man nehme:

2 Messehallen,

ca. 1200 Studenten,

einen Bahnhofssprecher,

50 Aufseher in roten T-Shirts &

jede Menge Multiple-Choice Questions

Man verteile die 1200 Studis in beliebig langen Reihen in einer Halle, gebe jedem einen rostigen Tisch sowie einen Plastik-Gartenstuhl und ordne jedem eine Sitzplatz Nummer zu (beliebig von 0 bis 1200).

Haben sich die Studenten gesetzt, beschalle man die Menge mit dem Bahnhofssprecher: Achtung! Möglichst laut und unverständlich muss er sein.

Während 15 min Lesezeit, lässt man Studenten, Taschenrechner sowie Ausweise durch die roten T-Shirt Aufseher begutachten. Diese sollten im Durchschnitt 60 Jahre alt sein und orthopädische Schuhe tragen.

In der Kochphase der Studenten, kurz vor dem ermüden vom Kreuzchen-setzen, beschalle man den Student erneut mit einer ordentlichen Portion Bahnhofssprecher. Dieser sollte nun Anweisungen für die Studis in Reihe XY geben, z.B. dass Aufgabe 6. der Prüfung mit viel Nachdenken zu lösen sei. Für die restlichen Studis ist dies völlig uninteressant und dient einzig und allein der Ablenkung.

Prüfung alà OZ ist abgeschlossen (noch lange nicht bestanden!), wenn 2h abgelaufen sind oder mindestens 60 Kreuze gesetzt wurden.

Als Schlusston ertönt oftmals das ‘angenehme’ Geräusch wenn rostige Tische quitschend aber erleichtert über den Beton-Boden geschoben werden.

Gutes Gelingen!

1/4 der Messehalle

Sitzplatz Nr. 951 in Reihe 325

 

Melbourne Cup – or the race that stops a nation.

2 Nov

Pferderennen in Australien heißt nicht nur 20 Pferde rennen um die Wette, nein, hier ist das ein Feiertag an dem ganz Melbourne Kopf steht. 10 Rennen gabs insgesamt, das siebte Rennen war der sogenannte Melbourne Cup. Vor diesen 4 Minuten Rennen wurde die Nationalhyme gesungen, alle 110.000 Zuschauer richten ihre Aufmerksamkeit auf das Rennen, jubeln, klatschen, feuern an. Wahnsinns Stimmung, auch trotz des Regens. Beim 150.ten Melbourne Cup wollte natürlich keiner fehlen.

Um mehr Frauen zu den Rennen zu kriegen, haben die Herren der Schöpfung einmal beschlossen, aus dem Pferderennen auch ein Fashion-Event zu machen. Das australische Karstadt ‘Myer’ ist in der Hinsicht der Hauptsponsor und veranstaltet jedes Jahr ‘Fashion on the Field’. Daher kommt es also, dass jeder der etwas auf sich hält, sich in die feinste Schale schwingt für dieses Event. Ganz klar also, dass ich da auch hin musste ;)

Dank meiner ersten australischen Freundin Elyce hatte ich eine wundervolle Zeit gestern, sowie heute. Gestern gab es BBQ bei ihrer Familie, gefolgt von einer Vorführung ihre musikalisch begabten Schwestern und natürlich Outfit-Auswahl. Heute gehörten wir dann zu den klassischen Beauties on the Field, denn glaubt mir, wenn sich Hinz und Kunz in die feinste Schale schwingt, muss da nicht immer was positives bei rauskommen: Von wirklich natürlichen Schönheiten über gewollt-und-nicht-gekonnt und schlechten Lady-Gaga Imitaten bis hin zu Augenkrebs gab es alles.

Gewettet hab ich auch, aber reich bin ich jetzt nicht geworden. Im Gegenteil: 10$ gesetzt, 2,50 gewonnen. Was ‘ne Quote.

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have you been to asia? nah, but I’ve been to FOOTSCRAY!

25 Okt

Die Vorlesungen sind rum, jetzt heißt es Sonne genießen und für die Prüfungen lernen! Ja, die Reihenfolge Sonne genießen und für die Prüfungen lernen entspricht im Moment meiner Prioritätsliste ;) Das ist jetzt natürlich übertrieben dargestellt, aber wie alle anderen Auslandssemester Studis peinigt auch mich ein sehr geringes Motivationsvermögen.

4 Examen und ein Assignment liegen noch vor mir, aber mit einer Prüfung pro Woche sollte dies machbar sein. Danach habe ich dann noch 2 Wochen ‘Urlaub’, bevor es ins kalte Deutschland zurückgeht.

Und weil die Zeit hier immer schneller verfliegt, habe ich heute beschlossen euch mal ein paar Bilder von meinem Campus zu zeigen! Dieser liegt im Herzen vom Stadtteil Footscray. Unter den hier ansässigen Studenten auch als klein Asien bekannt. Neben einem überaus „wohlriechenden“ little saigon market bietet Footscray alles was das asiatische Kochherz höher schlagen lässt. Bei mir sorgt der little saigon market allerdings nur für Margenumdrehungen. Markenzeichen des westlich von Melbourne gelegenen Stadtteils ist der futuristische Bahnhof – ein Investitionsprojekt der örtlichen Kommune. Footscray ist alles andere als ein reicher Bezirk, und sprüht so gar keinen Charme aus, dass die Studis hier nur Witze drüber reißen können…

Footscray Station

Der Sportkomplex

Der Sportkomplex

Die Schwimmhalle

Die Schwimmhalle

Zwischen den Gebäuden

Zwischen den Gebäuden

Bibliothek

Bibliothek

Hier entsteht das neue Bibliotheksgebäude

Hier entsteht das neue Bibliotheksgebäude

Sitzecken in der Sonne

Sitzecken in der Sonne

Ausblick von der Cafeteria

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It’s race time!

18 Okt

Gestern war wieder so ein Tag, den ich im Leben nicht vergessen werde. Ich war gestern nämlich bei meinem ersten MotoGP Rennen live dabei! Vielen von euch wird dieser Sport nicht wirklich ein Begriff sein und diejenigen, die ich schon bekehren wollte, finden es ziemlich langweilig. Das ist mir jetzt aber alles egal, dieser Blogeintrag ist über den Moto Grand Prix 2010 auf Phillip Island und basta. Also aufgepasst!

Der Tag begann um 5.15am im Taxi auf dem Weg zum Shuttle Bus, der am Federation Square in der City losfuhr. Auf dem Weg dahin wurde dann noch Jose, ein spanischer Austauschstudent eingesammelt (Ja, es gibt tatsächlich noch andere Menschen außer mir, die das toll finden.). Nach 2 Stunden Busfahrt sind wir dann endlich auf Phillip Island angekommen und wurden von dicken Regenwolken mit fiesem Nieselregen empfangen. An unserer guten Laune hat das allerdings nichts geändert; im Gegenteil, dadurch, dass so schlechtes Wetter war, konnten die Fahrer am Wochenende die End-Qualifikation nicht durchführen – was natürlich am Sonntag vor dem Rennen nachgeholt werden musste. Das heißt: Zwei Renntage gesehen, einen bezahlt – 3 Qualifikationen, 3 Rennen. Schnäppchen!

Zu den Rennen selber bleibt nur zu sagen: 330km/h schnell, unglaublicher Sound, schlichtweg der helle Wahnsinn auf zwei Rädern. Casey Stoner, der einzige australische Fahrer hat die Königsklasse gewonnen, zweiter wurde Weltmeister Lorenzo und dritter wurde, nach atemberaubendem Zweikampf in der letzten Runde, die lebende Legende Valentino Rossi. Da Bilder die Atmosphäre einfach nicht wiedergeben können, schaut euch hier mal die Highlights des MotoGP Wochenendes an.

Casey Stoner, australischer Nationalheld

Valentino Rossi <3

Schräglage gegen die Gesetze der Physik

Weltmeister Lorenzo

Safety Car alá BMW

Möven raubten den Fahrern den letzten Nerv bei Helmattaken!

An der Strecke

Was man nicht alles opfert..

Das nenn ich auf Regen vorbereitet.

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O’zapft is!

5 Okt

Passend zur Oktoberfest Zeit startet auch hier in Melbourne an der VU nächste Woche die German Week. Fast 70 deutschen Studis werden die Australier aufmischen und ihnen zeigen was gutes deutsches Essen bedeutet, was man zu dem guten deutschen Essen trinkt und  außerdem zeigen wie & wo man bei uns so studiert.

Von Montag bis Mittwoch hat die Karlshochschule sogar einen eigenen Informations-Stand, an dem dann Hannes, Regina und Ich jeweils abwechselnd vertreten sein werden. Anschließend geht es dann zum VU-eigenen Oktoberfest. Mit echtem deutschen Bier, wurde uns versprochen! Ich werde dann nächste Woche noch mal einen Blogpost dazu einreichen. Bis dahin, Prost!

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Nachtrag: Day 8 – 10 in Byron

28 Sep

So Freunde, ich weiß mein Vorsatz jeden Tag etwas zu posten hat nicht ganz geklappt, aber dafür gibts jetzt die Ereignisse der letzten Urlaubstage in der Kurzfassung.

Aufgrund der Wetterverhältnisse haben wir es am Ende vorgezogen in Byron Bay zu bleiben. Was wir in Byron erlebt haben?

  • Samstag wurde der Strand geschlossen und von der Küstenwache, sowie einem Helikopter bewacht. Der Grund: Ein weißer Hai, der es sich am Ufer gemütlich gemacht hat.
  • Wir waren Surfen!!! Erste Surf-Versuche waren erfolgreich und es schreit nach baldiger Wiederholung! Einziger Tiefpunkt beim Surfen: Brett gegen den Kehlkopf bekommen: Großes Aua-aua und als Resultat komische Stimme und Husten wie ein Hund.
  • Wanderung zum Leuchtturm und somit dem östlichsten Punkt Australiens. Von dort konnten wir Delphine in den Wellen beobachten, Wale am Horizont erspähen und Bergziegen beim Grasen sehen. Natur pur. ;)
  • Meine Sonnenbrille in den Fluten des Pazifik verloren UND wiedergefunden! Sechser im Lotto, würd ich sagen.
  • Neue Tasche gekauft: Rot und Rabatt von Verkäufer bekommen, weil ich beim 1. Surf-Versuch sofort auf dem Brett gestanden habe. So macht Shoppen Spaß.

Und weil wir geschätzte 10.000 Fotos gemacht haben, hier eine Auswahl der schönsten:

Lighthouse und östlichster Punkt Australiens.

Die Reisegruppe.

Nicht nur wir haben Spaß mit den Wellen!

Sandkrebs, der mir in die Wade gekniffen hat.

Dolphin Beach in Byron

Ich war auch da.

Trockenübung am Strand.

Hübsch, nicht?

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Day 6 & 7 in Byron Bay

23 Sep

Berühmter Leuchtturm, wunderschöne Bucht mit kilometerlangem Strand, Surferboys, Hippie-Stadt, östlichster Punkt Australiens …Das alles ist Byron Bay. Also wenn in einem Teil Australiens das ‘Chillen’ erfunden wurde, dann hier. Überwiegend junge Leute, Trendy-Shops, Räucherstäbchen-Händler, Eiscafés und Kebabbude zeichnen das Bild.

Nachdem wir am Dienstag Surfers Paradise unsicher machen wollten, dies aber eher ein Schuss in den Ofen war – Surfers Paradise war eher Surfers Totehose – haben wir uns Dienstag mit dem Greyhoundbus nach Byron Bay aufgemacht. Empfangen wurden wir von strahlend blauem Himmel und dem Shuttle-Bus unseres Hostels. Zum Hostel: So viel Gras-Qualm hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gerochen, aber dafür gibts jeden morgen free Pancakes.

Day 7 führte uns direkt an den Strand, wir hatten einen langen Sonnenverwöhnten Strandtag geplant. Tatsächlich dauerte dieser dann von 10-12Uhr. Danach, wer weiß es schon?Ja, Reeegen. Aber wir haben Farbe bekommen. Ein bisschen.

Abgerundet wurde der siebte Tag mit 5$ Abendessen im Cheeky Monkey’s, free Champagner und Wet-Tshirt-Contest. Nein, ich habe nicht teilgenommen. ;)

Morgen gibt’s tolle Geschichten von Australiens Krabbeltierchen. Also, reinklicken :)

Boost Juice in Surfers

21 Sep

Day 5 is all about Surfers Paradise! Mediteranes Klima hat uns sofort in Empfang genommen, nur die Sonne lässt noch immer auf sich warten..Langsam stellt sich heraus, dass unser Trip zur Sonnen-Suche wird. Wie auch immer, der Trip soweit ist total toll, und die Sonne kriegen wir auch noch!
Kaum in Surfers Paradise angekommen ging’s zu Boost Juice: Eine weitere Aussie Marke die innerhalb Australiens Marktführer zu sein scheint. Der Clue: Gesunde Smoothies in allen Geschmacksrichtungen. Ersetzt gut und gerne eine Mahlzeit, für mich gabs den ‘Berry Crush’!
Heute abend geht’s ins Nachtleben, vermutlich mit einer alten Freundin aus Norwegen die hier lebt.. Morgen gibt’s dann das Update :)

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Impressions so far.

20 Sep

Da der heutige Tag in Brisbane aus Regen und einer Menge shopping bestand, gibt es heute einfach mal ein paar Bilder der letzten Tage. Uebrigens, der Wetterbericht hat Sonnenschein fuer unser naechstes Reisziel vorrausgesagt: Byron Bay.

Brisbane Skyline

Apartment Komplex am Brisbane River

Highway - Linksverkehr!

Die besten Pancakes in ganz Australien.

St. John's Cathedral

Skulptur in den Strassen Brisbane's

Strand vor Brisbane. Kuenstlich angelegt.

Me, Helle, Mari, Trine & Tarjei

Reifenplatzer auf der Autobahn.

Big Pineappel

2 Surfer am 75 Meilen Strand

Red Canyon

Red Canyon

Maheno Schiffswrack. Die Japaner waren's.

Trockener Regenwald

Regenwald.

Gruen, gruen, gruen ist alles was ich hab... :D

Dingo!

Dingo!

Und zum Schluss: unser Reisebus.

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Day 2 & 3: Fraser Island

19 Sep

Fraser Island is the true paradise. Ernsthaft, diese Insel kommt dem Paradies verdammt nahe.
Warum ich gestern nichts geschrieben habe? Nun, ein fester Bestandteil des Paradieses ist, dass man unerreichbar ist. Vodafone, Internet, Telefon-Netz – alles Fremdwoerter. Und wisst ihr was? Es tut verdammt gut einfach mal auf sein Handy zu schauen und festzustellen: „ey, du kannst nichts daran aendern. geniess es.“

Samstag morgen ging es los, im roten Ralley-Bus mit Billie unserem Tour-Guide und insgesamt waren wir zu 9. Der Reise im Ralley-Bus bedeutete Abenteuer inklusive: Man wurde nicht nur wie bei einer klassischen Ralley von Anfang an durchgeschuettelt, nein, wir hatten auch special-effects alà Reifenplatzer auf der Autobahn. Billie, der nebenbei auch die Trucks fuer etliche Motorrennen hier in Australien bewegt, hat natuerlich kompetent reagiert und seinen Chef alamiert. Mit einer guten Stunde Verspaetung, einem neuen Reifen und immer groesserem Hunger ging’s dann weiter.

Highlights auf der Tour waren: 75miles strand-highway; red canyon direkt am strand; Delfine, die uns neben der Faehre nach Fraser Island begleiteten; Elie Creek, wunderschoener Suesswasser Fluss zum durch-wandern; Schiffswrack am Strand welches die Japaner wortwoertlich in-den-Sand-gesetzt haben. Ankunft im 4 Sterne Hostel rundete dann den ersten Abendteuer Tag ab.
Der zweite Tag fuehrte uns in den weltweit einzigen trockenen Regenwald im Herzen von Fraser Island. Da die Insel allein aus Sand besteht und letztlich auch mehr Sand beherbergt als die Sahara, muessen die Pflanzen hier von relativ wenigen Naehrstoffen leben. Und dabei machen sie einen ziemlich guten Job. Bevor die Heimreise losging, besuchten wir noch Lake Birrabeen – dem Inbegriff vom Paradies. Weisser Sandstrand, tuerkiser Suesswassersee und eine Stille die man sich nicht vorstellen kann. Die Stille ist vermutlich mein ganz-persoenliches Highlight, weil sie so natuerlich, so selten ist. Irgendwann werd ich mal meditieren ausprobieren ;)

Liebe Freunde, Fraser Island ist ein Besuch wert, so viele Eindruecke die gar nicht in einen Blogpost passen. Ich hoffe bald meinen eigenen Mac mit Internet verwoehnen zu koennen, denn dann gibts auch wieder Foto’s und die ordentlichen deutschen Umlaute (im Moment kann ich nur mit å, ø und æ dienen ;) )

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